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Wohnen und Arbeiten in der Region heißt Pendeln

Pendeln über Gemeindegrenzen prägt das Berufsleben der Mehrzahl der Beschäftigten. Dass sie nicht an ihrem Arbeitsort wohnen, hat nicht nur Folgen für die Lebensführung, sondern auch für den Verkehr, die Siedlungsstruktur, die Kaufkraft und die Kommunalfinanzen. Welchen Anteil haben die Großstädte und die anderen Städte und Gemeinden an den Pendelströmen?

Wo wohnen und arbeiten die Beschäftigten? Das Monitoring-Team analysiert die Pendlerströme der Region. (Quelle: Andre Zelck/ UNH)
Wo wohnen und arbeiten die Beschäftigten? Das Monitoring-Team analysiert die Pendlerströme der Region. (Quelle: Andre Zelck/ UNH)

2016 pendelten 855.000 der 1.330.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die im engeren Monitoring-Gebiet wohnen, über die Gemeindegrenze hinweg aus, um ihrem Beruf nachzugehen. Dass die Richtung der Pendelströme dabei durchaus unterschiedlich ist, verdeutlicht Abbildung 2. Beschäftigte, die in die fünf Großstädte auspendeln, bilden sowohl 2007 als auch 2016 die größte Gruppe. Ihr Anteil sinkt aber in diesem Zeitraum um 3,6 Prozentpunkte auf 34,8 Prozent. Rund ein Viertel der Pendelbeziehungen (23,7 Prozent) besteht zwischen den mittleren und kleineren Städten und Gemeinden. Im Vergleich zu den übrigen Veränderungen ist der Anteil dieser Gruppen stabiler: Er geht nur um 0,7 Prozentpunkte zurück. Weitere 11,8 Prozent der Pendelbewegungen (Tendenz steigend) führen aus den Großstädten in diese übrigen Städte und Gemeinden. Insgesamt sind sie Ziel für 35,5 Prozent der Pendelbewegungen. Der Anteil derer, die aus dem engeren Monitoring-Gebiet herauspendeln, ist im gleichen Zeitraum mit 2,4 Prozentpunkten am stärksten gewachsen und erreicht 2016 19,4 Prozent.

Abbildung 2: Pendeln nach Herkunft und Ziel der Pendler/-innen im engeren Monitoring-Gebiet  (Quelle: BA, M1_Bev_6. SOFI/GWS)
Abbildung 2: Pendeln nach Herkunft und Ziel der Pendler/-innen im engeren Monitoring-Gebiet (Quelle: BA, M1_Bev_6. SOFI/GWS)

Abbildung 3 zeigt für jede mittlere und kleine Kommune des engeren Monitoring-Gebietes den Anteil derjenigen Auspendlerinnen und -pendler, deren Pendelziele die Großstädte sind. Um eine Vergleichbarkeit zwischen den Großstädten herzustellen, sind alle fünf Karten in der Abbildung gleich skaliert. Deutlich zu sehen ist, dass Frankfurt Pendlerinnen und Pendler aus allen umliegenden Städten und Gemeinden anzieht. Die anderen Großstädte können in der Regel große Auspendelanteile aus den Städten und Gemeinden zu sich ziehen, die nicht im engeren Einzugsbereich von Frankfurt liegen. Wo sich mögliche Einzugsbereiche der Großstädte überschneiden, entfällt auf Frankfurt ein höherer Anteil der Auspendlerinnen und -pendler als auf die anderen Zentren.

Abbildung 3: Pendeln aus den übrigen Gemeinden und Städten in die fünf Großstädte 2016 in % (Quelle: BA, SOFI/GWS)
Abbildung 3: Pendeln aus den übrigen Gemeinden und Städten in die fünf Großstädte 2016 in % (Quelle: BA, SOFI/GWS)

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