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Bezug von Grundsicherung nach dem SGB II

Kinder und Erwachsene, die Leistungen der Jobcenter erhalten, sind in ihrer materiellen Teilhabe eingeschränkt. Welchen Anteil haben sie an der Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe? Hier gibt es starke Unterschiede zwischen den Städten und Gemeinden des Monitoring-Gebiets.

Grundsicherung nach SGBII (Quelle: Andre Zelck / UNH)
Der Bezug von Grundsicherung in den Städten und Gemeinden gibt Hinweise auf die Bevölkerungsgruppen, deren materielle Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt sind. (Quelle: Andre Zelck / UNH)

Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II, umgangssprachlich: „Hartz IV“), weisen bei Leistungsberechtigten im Erwerbsalter auf Einschränkungen bei der Erwerbsteilhabe und der materiellen Teilhabe hin. Kinder in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II wachsen unter Bedingungen materieller Benachteiligung auf. Beide Anteilswerte zusammen – die der SGB-II-Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis 65 Jahren und die der Kinder unter 15 Jahren – erfassen den größten Teil der jeweiligen Altersgruppe, die auf existenzsichernde Sozialleistungen angewiesen ist.

Karte 1 Leistungsberechtigte nach SGB II im Alter von 15 bis 65 – Anteile 2015 in Prozent  (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)
Karte 1 Leistungsberechtigte nach SGB II im Alter von 15 bis 65 – Anteile 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)

2015 bezogen im engeren Monitoring-Gebiet 7,7 Prozent der 15- bis 65-Jährigen Leistungen nach dem SGB II. Die SGB-II-Bezugsquoten der 112 Städte und Gemeinden (siehe Karte 1) unterscheiden sich jedoch stark – sie reichen von 1,6 Prozent bis zum Höchstwert von 15,4 Prozent: Offenbach und Dietzenbach wiesen 2011 und 2015 die höchsten Anteile auf. Aber auch in Wiesbaden, Frankfurt, Raunheim und Rüsselsheim, Neu-Isenburg und Hanau liegen die Bezugsquoten weit über dem Durchschnitt für das gesamte Gebiet. Der Bedarf an existenzsichernden Leistungen konzentriert sich in den bevölkerungsreichen Großstädten. In den Kleinstädten und Landgemeinden südlich von Mainz, im Rheingau und im Taunus liegen die Quoten am niedrigsten. Für das Vergleichsjahr 2011 (hier nicht dargestellt) ergibt sich die gleiche Verteilung.

Karte 2: Leistungsberechtigte nach SGB II im Alter von 15 bis 65 – Veränderung 2011 bis 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)
Karte 2: Leistungsberechtigte nach SGB II im Alter von 15 bis 65 – Veränderung 2011 bis 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)

Von 2011 bis 2015 ist die Zahl der SGB-II-Leistungsberechtigten ab 15 Jahren in 30 Städten und Gemeinden gesunken, in 26 prozentual stark gestiegen. Die in Karte 2 ausgewiesenen starken Rückgänge und Zuwächse beruhen in vielen Kleinstädten und Landgemeinden auf sehr niedrigen absoluten Zahlen. Für die Zentren des SGB-II-Leistungsbezugs ergibt sich ein gespaltenes Bild – einige verzeichnen von einem hohem Niveau aus sinkende Bezugszahlen, andere einen weiteren Anstieg.

Für Kinder bis unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II gelten die gleichen räumlichen Verteilungsmuster wie für die Leistungsberechtigten im Erwerbsalter (siehe Karte 3), jedoch sind die Bezugsquoten deutlich höher. In elf der 112 Städte und Gemeinden lebten 2015 16 Prozent und mehr Kinder in Haushalten mit Leistungen der Jobcenter. In den Städten, in denen sich der Leistungsbezug konzentriert, sind die Anteile 2015 durchweg höher als 2011, und in vielen Kommunen stiegen die Bezugszahlen der Kinder deutlich stärker an als die der Leistungsberechtigten im Erwerbsalter (siehe Karte 4).

Karte 3: Kinder unter 15 Jahren in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – Anteile 2015 in Prozent  (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)
Karte 3: Kinder unter 15 Jahren in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – Anteile 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)

Karte 4: Kinder unter 15 Jahren in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – Veränderung 2011 bis 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)
Karte 4: Kinder unter 15 Jahren in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – Veränderung 2011 bis 2015 in Prozent (Quelle: Karten Leistungsberechtigte und Kinder in Bedarfsgemeinschaften: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2017, eigene Berechnungen. Geodaten: GeoBasis-DE / BKG 2017, Karte erstellt mit QGIS)

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