Suche

Anteil Siedlungs- und Verkehrsfläche

Die Beschreibung des Wohnumfeldes kann durch eine Analyse der Flächennutzung einer Stadt oder einer Gemeinde unterstützt werden. Hohe Anteile von Siedlungs- und Verkehrsfläche können beispielsweise darauf hindeuten, dass die Möglichkeiten zur Ausweisung  neuer Wohn- oder Gewerbegebiete geringer werden. Außerdem kommen weitere Begrenzungen der Flächennutzung (z. B. Lärmschutz) hinzu.

Da Bodenflächen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, entsteht Flächenkonkurrenz, die in dünn besiedelten Regionen in der Regel geringer ist als in dicht besiedelten. Der Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt gibt einen Eindruck von der Situation vor Ort. Ferner ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche ein Indikator der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Es wird angestrebt, den Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsfläche insgesamt bis 2030 auf 30 ha pro Tag zu begrenzen. Zurzeit liegt der tägliche Verbrauch an Fläche noch bei 69 ha pro Tag.

Die Abbildung „Anteil der Nutzungsarten der Bodenfläche 2015 in %“ zeigt die Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung im Jahr 2015 für das engere Monitoring-Gebiet und die Bundesrepublik. Die Statistik zerlegt die circa 360.000 Quadratkilometer der Bundesrepublik bzw. die 4.300 Quadratkilometer des engeren Monitoring-Gebietes in die dargestellten Nutzungsarten. Der Anteil der Landwirtschaftsfläche liegt im engeren Monitoring-Gebiet 14 Prozentpunkte unter dem deutschlandweiten Anteil (52 Prozent). Der Anteil der Gebäude- und Freifläche sowie der Verkehrsfläche ist dagegen um 6 bzw. 4 Prozentpunkte größer.

Anteil der Nutzungsarten der Bodenfläche 2015 in % (Quelle: StÄBL 2017,M1_SUV_1. SOFI/GWS)
Anteil der Nutzungsarten der Bodenfläche 2015 in % (Quelle: StÄBL 2017,M1_SUV_1. SOFI/GWS)

Um die Art der Flächennutzung zielgerichteter und schneller zu erfassen, wurden ausgewählte Flächennutzungsarten zu der Gruppe „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ zusammengefasst. Dazu gehören die Nutzungsarten Gebäude- und Freifläche, Betriebsfläche, Erholungsfläche, Friedhofsfläche sowie Verkehrsfläche. Im gesamten engeren Monitoring-Gebiet liegt der Anteil der Siedlungs-und Verkehrsfläche bei 26 Prozent. Landgemeinden (14 Prozent), kleinere (16 Prozent) und größere Kleinstädte (21 Prozent) liegen unter diesem Schnitt. In Mittelstädten des engeren Monitoring-Gebietes erreicht die Siedlungs- und Verkehrsfläche einen Anteil von 27 Prozent und in den Großstädten 47 Prozent.


Sie haben Fragen?

Sprechen Sie uns an

Gemeinnützige Umwelthaus GmbH
Rüsselsheimer Str. 100
65451 Kelsterbach

Tel. +49 6107 98868-0
Fax +49 6107 98868-19