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Das Untersuchungsgebiet

Für die Exploration zum Sozialmonitoring hat das wissenschaftliche Team ein weites und ein enges Gebiet um den Frankfurter Flughafen abgegrenzt, in denen Analysen verschiedener Tiefe und Art durchgeführt werden.

Monitoring-Gebiet (Quelle: Andre Zelck/UNH)
Für die verschiedenen Analysen unterteilte das Team das Umfeld des Flughafens in ein engeres und ein weiteres Monitoring-Gebiet. (Quelle: Andre Zelck/UNH)

Auswahl der Untersuchungsgebiete

Beide Gebiete dienen unterschiedlichen Untersuchungsschritten in der Exploration und sind noch nicht mit einem Gebiet gleichzusetzen, das sich eventuell für ein späteres Sozialmonitoring eignen würde. Das weite Untersuchungsgebiet wird vor allem für die ökonomischen Analysen herangezogen. So sind wirtschaftliche Verflechtungen auch überregional zu berücksichtigen. Das wissenschaftliche Team erfasst daher Pendlerströme bis in eine Entfernung von 100 Kilometern vom Flughafen und wertet Daten in dem weiten Gebiet auf Ebene der Städte und Kreise aus. Andere Untersuchungen beziehen sich nur auf einen engen Umkreis. Für einige der darin liegenden Städte und Gemeinden, die sich aktiv an der Exploration beteiligen, werden auch innerstädtische Teilgebiete analysiert. Auf dem Flughafengelände selbst erfasst das wissenschaftliche Team Arbeitsstätten und Arbeitsplätze.

Detailansicht Verwaltungsgrenzen und Teilnahme am Sozialmonitoring (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2016)
Verwaltungsgrenzen und Teilnahme an der Exploration für das Sozialmonitoring (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2016)

Da in der Entwicklungsphase auch Gebiete einbezogen werden sollten, die nah am Flughafen liegen, aber von Lärm verschont sind, wurden die Erreichbarkeit des Flughafens und die Pendlerbeziehungen als ein Kriterium verwendet. Für die Abgrenzung des weiten Untersuchungsgebietes war die Reichweite ökonomischer Verflechtungsprozesse ausschlaggebend. Die berücksichtigten Gebiete standen also nicht von Anfang an fest.


Kreise im weiten Untersuchungsgebiet

Das weite Untersuchungsgebiet umfasst 51 Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern (siehe Karte: Weiteres Untersuchungsgebiet), von denen aus der Flughafen innerhalb einer Stunde erreicht werden kann. Für dieses Gebiet erfasst das wissenschaftliche Team sozioökonomische Daten auf Kreisebene, die in der amtlichen Statistik oder in der Arbeitsmarktstatistik verfügbar sind.

Karte: Weiteres Untersuchungsgebiet (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2017. Karte erstellt mit QGIS)
Karte: Weiteres Untersuchungsgebiet (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2017. Karte erstellt mit QGIS)

Städte und Gemeinden im engen Untersuchungsgebiet

Für das enge Untersuchungsgebiet sind dagegen Analysen auf Stadt- und Gemeindeebene vorgesehen, etwa zur soziodemographischen Entwicklung,  zum Stand der Bildungsteilhabe der Einwohnerinnen und Einwohner oder zu ausgewählten Aspekten der Kommunalfinanzen. Neben den fluglärmbelasteten Kommunen sind auch solche berücksichtigt, aus denen Beschäftigte oder Reisende den Flughafen innerhalb von 30 Minuten erreichen können und aus denen viele Beschäftigte in die Zentren des Rhein-Main-Gebiets einpendeln.

 

112 Städte und Gemeinden sind in das enge Untersuchungsgebiet einbezogen (siehe Karte: Engeres Untersuchungsgebiet), in denen insgesamt 3,5 Millionen Menschen leben. Zählt man statt der sieben Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz deren 63 Ortsgemeinden, ergibt sich sogar eine Gesamtzahl von 168 Kommunen. Zu dieser intensiv beobachteten Region gehören auch die fünf großen kreisfreien Städte Darmstadt, Frankfurt am Main, Mainz, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie 35 kreisangehörige Mittelzentren, 36 größere und 28 kleine Kleinstädte und acht Landgemeinden. Etwa 40 dieser Kommunen haben die aktive Beteiligung an der Exploration zugesagt.


Kommunen im Projekt

Karte: Engeres Untersuchungsgebiet (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2017. Karte erstellt mit QGIS)
Karte: Engeres Untersuchungsgebiet (Quelle: GeoBasis-DE/BKG 2017. Karte erstellt mit QGIS)

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